Reise in die Normandie, Teil 1 - Belambra Club und Bayeux

Posted in Reise on Mai 30th, 2009 by Jaleh — Be the first to comment!

Ferienanlage Belambra - das Hauptgebäude

Ferienanlage Belambra - das Hauptgebäude

Grün ist sie vor allem, die Normandie. Bis kurz vor der Küste ahnt man nicht, dass das Meer nah ist. Felder, Wiesen - alle nicht besonders groß und immer von Bäumen und Sträuchern eingerahmt. Kleinere Straßen liegen oft unterhalb der umgebenden Landschaft und man fährt durch kleine Schluchten, rechts und links erst ein kleiner begrünter Wall und darauf Bäume. Die Örtchen könnten oft ebenso gut in der Bretagne oder anderswo in Frankreich sein - heller Stein, blaue oder grüne Fensterläden, überall Blumenkästen und Geranientöpfe.

Für sagenhafte 131 EUR haben wir (mit speziellem TravelZoo-Rabatt) eine Woche lang ein Ferienhäuschen in einer kleinen Anlage direkt am Meer ergattern können. Am 23. Mai 2009 fuhren wir los und erreichten abends das Resort Belambra - eine Kette, die in Frankreich und anderen Ländern Ferienparks betreibt. Die Häuschen sind kleine Bungalows in der Architektur der 60er Jahre - nicht besonders hübsch, aber wundervoll gelegen, an einer der wenigen Stellen, an der ein Tal bis zum Meer reicht. Meistens herrscht hier die Steilküste vor. Inmitten großer Kiefern und anderer Bäume liegen die Häuschen, die vor kurzem alle renoviert wurden. In unser Häuschen würden keinesfalls mehr als zwei (kleine) Menschen hinein passen, dazu sind Küche und Bad viel zu eng - stark übergewichtige Menschen würden mit der engen Toilette bereits Probleme haben. Wir aber sind glücklich - der Wohn-Schlafbereich reicht uns aus und genug Stauraum im Schrank ist auch vorhanden. Die Küche ist sogar mit einer kleinen Spülmaschine ausgestattet. Einen Ofen gibt es nicht, aber zwei Ceran-Kochfelder und eine Mikrowelle mit Grillfunktion. Eine kleine Terrasse und Gartenmöbel gehören ebenfalls zum Haus. Um das Bett herum ist es etwas eng und der im Prospekt stolz angekündigte Flachbildfernseher ist so angebracht, dass man im Bett liegend kaum etwas sieht - der Winkel ist ungünstig. Das ist aber halb so schlimm, denn neben sechs französischen Programmen ist nur noch das ZDF und Eurosport in deutscher Sprache zu empfangen, das schmälert das Fernsehvergnügen etwas. ;-)

Bayeux: Die Aure mit der Kathedrale im Hintergrund

Bayeux: Die Aure mit der Kathedrale im Hintergrund

Unsere ersten Ausflüge führen uns ins nahegelegene Bayeux. Wir selbst wohnen außerhalb des kleinen Ortes Colleville sur Mer und nach Bayeux sind es knapp 20 Kilometer. Eine neue Nationalstraße führt hin, so dass die uralte Stadt schnell erreicht ist. Allerdings haben wir Probleme mit Navina, unserem Navigationsgerät. In Deutschland kennt sie sich bestens aus, aber ihr französisches Kartenmaterial scheint deutlich veraltet. Manchmal kann man ihr das nicht übelnehmen, einzelne Kreisel und Straßenstücke sind ganz offensichtlich gerade erst gebaut oder noch nicht ganz fertiggestellt. An anderen Stellen ist es einfach nur nervig, wenn sie uns mitten auf der Nationalstraße anweist, in 100 Metern abzubiegen, dort aber wirklich gar keine Abfahrt ist. Zudem redet sie besonderen Unsinn und besonders viel, wenn gerade etwas nicht funktioniert und das macht mich ganz schön nervös.

Aber nun zu Bayeux, sprich Bajöö, von den Engländern, die hier zu Hauf unterwegs sind, auch “Beyjuuh” genannt. Es ist die Hauptstadt von Le Bessin, der Region im Nordwesten von Calvados. Sie existierte schon zur Römerzeit und wurde im Jahr 360 Bischofssitz (und blieb es bis heute). Besonders stolz ist Bayeux auf seinen berühmten Teppich, dessen Motive alle Art von Souvenirs zieren. Er ist in einem wunderschönen Museum zu besichtigen. Vermutlich wurde er im Jahr 1077 zur Eröffnung der Kathedrale im Chor aufgehängt. Er ist immerhin 70 Meter lang und zeigt 58 Szenen einer Bildgeschichte.

Das Museum des Teppichs von Bayeux

Das Museum des Teppichs von Bayeux

Die Kathedrale, die wie die meisten französischen Kirchen den Namen Notre Dame trägt, ist von überall aus der Umgebung zu sehen. Der ursprüngliche Bau von 1077 brannte mehrmals teilweise ab und wurde 1479 endgültig vollendet. In Bayeux ist im zweiten Weltkrieg fast nichts zerstört worden und so ist fast jeder einzelne Straßenzug sehenswert. Besonders hübsch ist die Alte Mühle in unmittelbarer Nähe der Kathedrale - dort ist ein schönes Restaurant, in dem es den besten Cidre gibt, den ich bisher getrunken haben und die Galettes (Buchweizen-Crêpes) sind ebenfalls köstlich und reich belegt.

Am Flüßchen Aure sollte man entlang gehen, denn dort liegt die Touristen-Information in einem alten Fachwerkhaus aus dem 14 Jahrhundert und ein blumenbepflanzter Spazierweg führt aus der Innenstadt heraus. Die Geschäftsstraßen sind ebenfalls sehr hübsch - Läden aller Art machen deutlich, dass die Franzosen in Sachen Mode doch die Nase vorn haben, ohne dass die Kleidung dabei überteuert wäre. Allerorts können sich Touristen mit Souvenirs eindecken: Da sind einerseits die Nahrungsmittel aus der Region wie Cidre, Calvados, Karamell und zartes Buttergebäck, andererseits witzige T-Shirts und Postkarten, die sich über die Normandie lustig machen. Außerdem Kochbücher, Kriegsfiguren (dazu komme ich später), Spitzen und allerhand anderer Schnickschnack.

Innenhof eines kleinen Hotels in Bayeux

Innenhof eines kleinen Hotels in Bayeux

Um die Stadt herum führt eine Ringstraße, an der alle möglichen großen Geschäfte zu finden sind: Supermärkte, Baumärkte, von denen es hier noch viel mehr als in Deutschland gibt, Autohändler usw. Hier decken wir uns bei Aldi Marché und Carrefour ein. Der Aldi - ein Ableger des deutschen Aldi Nord - sieht exakt aus wie deutsche Aldis, allerdings werden hier nur französische Produkte vertrieben (während im ebenfalls vorhandenen Lidl der gleiche Ramsch zu finden ist wie in Deutschland). Viele sind von ebenso hoher Qualität wie in Deutschland - der Käse ist absolut köstlich und Camenbert-artige Käse erhält man hier auch im richtigen Reifegrad, nicht deutsch-knall-hart. Außerdem kauften wir köstliche Taboulée, einen überall erhältlichen Couscous-Salat, sehr leckere Frühstückskekse und mittelmäßigen Cidre. Meistens jedoch kaufen wir in der französischen Supermarkt-Kette Carrefour ein. Da wir tagsüber unterwegs warm zu Mittag essen, gibt es abends meist Salat, Brot und Käse. Und natürlich leckere Desserts: cremige Zitronenjoghurts, Karamell-Reispudding, Zitronentarte, Maronencreme und Pistaziencreme.

Schließlich sei noch eine normannische Spezialität erwähnt, die Androuillette heißt und eine Art Wurst ist, die mit allerhand Fleischresten gefüllt ist - Schweinemagen ist auch mit dabei. Tapfer wie wir sind haben wir das auch in einem Restaurant probiert und es war nicht unser Fall. Es schmeckt sehr stark nach Innereien und riecht auch eher unangenehm. Dabei wurde es in einer sehr leckeren Senfsauce serviert. Nunja…

Damit endet Teil 1 meines Reiseberichts. :-)

Demo gegen Pro Köln - mal wieder

Posted in Fotos, Life, Love and Everything on Mai 9th, 2009 by Jaleh — 2 Comments

Eigentlich kannten wir das ja alles schon. Erst im letzten September (2008) waren “Pro Köln”, eine rechtsextreme Partei, unterwegs, um mit ausländischen Gästen ähnlicher Gesinnung Politik zu machen, oder was sie dafür halten. Nachdem Hotels, Restaurants und andere Firmen sie nicht haben wollten, waren sie schließlich auf einem Ausflugsboot stundenlang auf dem Rhein herumgegondelt, weil zu viele möglicherweise gewaltbereite Demonstranten am Ufer auf sie warteten. Ihre Kundgebung fand schließlich auf dem Heumarkt mit lächerlich wenig Anhängern statt, während tausende auf dem Roncalli-Platz gegen sie demonstrierten. Siehe auch hier:
http://allesueberkoeln.de/2008/09/no-go-fuer-nazis-in-koeln/

Auch in diesem Jahr zog Pro Köln wieder los, allerdings ohne geladene Gäste aus dem Ausland, und wieder mobilisierte Köln Menschen aller Couleur: Moslems, Normalos (wie ich), Linke, Alternative, Grüne, die FDP war auch dabei und viele andere (siehe Fotos). Ach ja, es waren ca. 150 Pro-Köln-Anhänger da und etwa 4.000 Demonstranten gegen sie. Wieder sprach OB Schramma (der gegen Rechts wirklich wirklich gut und volksnah reden kann) und Jürgen Becker gab ein nettes kleines Kabarett-Progamm von sich, das Schramma-kritisch, Christen-kritisch, Juden-kritisch und Muslim-kritisch war. :-)

Danach zogen wir über die Deutzer Brücke zum LVR-Turm. Dort hip-hopte eine recht schreckliche Band namens La Resistance ordentliche politische Texte passend zur Situation.

Alles verlief weitgehend friedlich. Wir gingen gegen Mittag wieder auf unsere Rheinseite zurück und freuten uns, dass Pro Köln immer Tage mit so schönem Wetter wählt, da macht das Demonstrieren gegen sie wenigstens Spaß! :-)

Pfingstrose Teil 2

Posted in Fotos, Pflanzen on Mai 2nd, 2009 by Jaleh — Be the first to comment!

Da habe ich aber Glück. Seit ich die Pfingstrosenknospe fotografiert hatte, ist über eine Woche vergangen und es hatte zwischenzeitlich sehr geregnet.  Aber während die rosa- und pinkfarbenen Pfingstrosen aufgeblüht sind und das viele Wasser ihnen ganz schön zugesetzt hat, hat “meine” auf mich gewartet. :-)

Inkygirl - Daily Diversions for Writers

Posted in Life, Love and Everything, Media on April 30th, 2009 by Jaleh — Be the first to comment!

Ein kleiner Blogtipp für Menschen, die auch schreiben und englisch lesen:
http://www.inkygirl.com

Und die Comics sind auch oft nett, z. B. der hier:

Bus Stop

Tsunami Sushi bei REWE - sind die noch bei Trost?

Posted in Life, Love and Everything on April 28th, 2009 by Jaleh — 2 Comments

Das abgepackte Sushi in der REWE-Frische-Theke trägt allen Ernstes den Namen Tsunami Sushi. Ist das wohl der Gipfel der Geschmacklosigkeit?

Kriegen wir in Los Angeles demnächst Quake Quiche serviert? Oder in einem Nobelrestaurant das Sieben-Gänge-Menü Kristallnacht?

Den Leuten, die geliebte Menschen oder ihr Hab und Gut durch einen Tsunami verloren haben, wird wohl der Appetit vergehen, wenn sie dieses Gericht sehen.

Pfingstrose!!!

Posted in Fotos, Pflanzen on April 20th, 2009 by Jaleh — Be the first to comment!

Pfingstrosen sind meine absoluten Lieblingsblumen. Ich habe dieses Jahr schon einige zarte Pflänzchen entdeckt, aber diese Knospe im Zoo ist eindeutig die dickste. *rumzappel*

Pfingstrose

Pfingstrose

Kleine Roboter wecken menschliche Hilfsbereitschaft

Posted in Life, Love and Everything, Web on April 19th, 2009 by Jaleh — 1 Comment so far

Homepage von tweenbots.com

Homepage von tweenbots.com

Die New Yorkerin Kacie Kinzer baute etwa 20 Zentimeter große Roboter aus Pappe mit einem freundlichen aufgemalten Gesicht und der einzigen Fähigkeit, langsam geradeaus zu rollen. Außerdem sind sie mit einem etwa ein Meter hohen Fähnchen ausgestattet, auf dem ihr Ziel steht: die gegenüberliegende Ecke des Parks. Solch einen Roboter setzt sie an einem Ende eines Parks aus und filmt mit versteckter Kamera, was mit dem Tweenbot passiert. Und was passiert? Er kommt immer an! Denn freundliche Menschen sammeln ihn auf und setzen ihn wieder auf den Weg, wenn er gegen ein Hindernis gerollt ist, in einem Asphaltloch feststeckt oder gar in Gefahr ist, auf eine Straße zu geraten. In diesem letzten Fall wurde er sogar von einem Mann umgedreht, der mit ihm sprach: “Du kannst da nicht lang, da gehts zur Straße!”

Irgendwie tröstlich. Der Mensch ist doch nicht von Grund auf schlecht. Zumindest kleinen Papprobotern hilft er weiter, das kostet ja auch nicht viel.

Danke an das Charming Quark Blog - hier habe ich den Tweenbot entdeckt:
http://www.charmingquark.de/?p=3401

Und hier die Tweenbot-Homepage mit einem sehr sehr putzigen Video eines Experiments:
http://www.tweenbots.com/

Neues ZooBlog

Posted in Fotos, Life, Love and Everything on April 5th, 2009 by Jaleh — Be the first to comment!

ZooBlog - Meine Geschichten aus dem (Kölner) Zoo

ZooBlog - Meine Geschichten aus dem (Kölner) Zoo

Obwohl hier so wenig passiert, habe ich mich entschlossen, ein neues Blog zu starten. Ich habe ja von meiner Zoo-Sendung-Sucht geschrieben und die hat dann dazu geführt, dass ich mir eine Jahreskarte für den Kölner Zoo gekauft habe. Das wiederum bedeutet, dass ich im Moment ungefähr zweimal in der Woche im Zoo rumhänge und Sal mit meinen Erzählungen darüber nerve.

Da dachte ich, vielleicht gibt es Leute da draußen in der Weite des Internets, die davon nicht genervt sind, sondern sowas gerne lesen und dazu Bildchen angucken. Solltest Du Dich angesprochen fühlen, dann guckst Du hier:  http://zoo.blog-haus.net

Falls Du Dich jetzt fragst, was ist denn http://blog-haus.net - dann schau nach, meine Business-Seite und die meiner Kollegin Edda. Und weil wir Blogs beruflich machen, gibt es da dann auch noch ein Blog, aber da geht es um Online Tourismus Marketing, ist vielleicht nicht für jeden so spannend. Wer aber gucken will, der kann das hier tun: http://blog-haus.net/blog

Kranke potenzielle Tierpflegerin

Posted in Life, Love and Everything, TV on März 6th, 2009 by Jaleh — Be the first to comment!

Ich bin krank diesen Winter und zwar dauerkrank. Jede Grippewelle mache ich mit, aber diese hier hat mich besonders erwischt. Was mache ich also? Fernsehen. Zum Lesen war ich in den letzten Tagen zu dusselig.

Ich nehme dabei, was ich kriegen kann: Doku über den Eisenbahnbau nach Tibet in China, ein paar Folgen Medium (gibts bei FOX im Original) mit Patricia Arquette, Schmetterlingswanderungen von Taiwan nach Japan, Kranichwanderungen von Nord- nach Südasien, immer wieder Nachrichten über die Kölner U-Bahn-Katastrophe, The Thing von John Carpenter und all die diversen Zoo-Dokus, die jetzt zum Programm eines jeden Lokalsenders dazugehören und bei EinsPlus, EinsFestival und Co dauernd wiederholt werden.

Giraffen im Zoo von Basel

Giraffen im Zoo von Basel

Also, wenn ich jetzt, in diesem meinem heutigen Geisteszustand, nochmal jünger wäre - ich glaube, ich würde Tierpflegerin. In keiner dieser Sendungen kommt je rüber, dass da Hektik herrscht. Wie auch, damit würde man die Tiere ja komplett kirre machen. Und diese enge Zusammenarbeit mit den Tieren, das finde ich wirklich toll. Die Kollegen sind bestimmt überdurchschnittlich nett - selbst die merkwürdigsten Leute offenbaren plötzlich eine innige Zuneigung zu einem absurden Tier. Ich denke da an den Tierpfleger, der die Hornraben im Giraffenhaus betreut (ich glaube, in Stuttgart, kann aber auch Berlin, Gelsenkirchen, Duisburg oder Münster sein, die werden momentan alle gesendet). Ist wahrscheinlich schlecht bezahlt und man hat überhaupt kein Ansehen in der Gesellschaft - aber für mich wärs wahrscheinlich was…

Soll aber nicht heißen, dass ich da eine Chance vertan habe: Damals, als ich diese Ausbildung hätte machen können, waren die mir bekannten Zoos hauptsächlich Stätten der Tierquälerei. Erst in den letzten beiden Jahrzehnten ging es in den Zoos richtig um Artenschutz und vor allem um tiergerechte Haltung - früher war es wichtiger, möglichst viele exotische Tier zu präsentieren. Heute darf ein Gehege auch mal so groß und bewachsen sein, dass die Zuschauer dort eben kein Tier entdecken können. Dann schimpfen manche, aber Tierfreunde wie ich sind begeistert. :-)

Wintermärchen in Köln

Posted in Fotos, Life, Love and Everything on Januar 5th, 2009 by Jaleh — Be the first to comment!

Der Blücherpark im Schnee

Der Blücherpark im Schnee

Über Nacht hat es geschneit. Und wer nicht in Köln wohnt, kann sich das alles gar nicht vorstellen. Wir haben viele Winter lang gar keinen Schnee. Wenn, dann liegt er gerade mal zwei Zentimeter hoch. Und zwar für einen halben Tag. Fünf Zentimeter, von denen ein bisschen ein paar Tage überlebt, das haben wir vielleicht alle 8 Jahre mal. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass Schnee auch nur mäßig beliebt ist, weil nach dem Fallen der dritten Schneeflocke der Verkehr zusammenbricht. Immer.

Sowas wie heute habe ich noch gar nicht erlebt! Bestimmt 15 bis 20 Zentimeter waren das! Eigentlich hätte ich arbeiten müssen. Dazu hatte ich aber gar keine Lust. Also gleich nach dem Kaffee warm eingepackt und losgelaufen! Auf der ersten Wiese hatte ich eine relativ große weiße Fläche vor mir und sah erstmal ganz schlecht. Ich weiß, dass ich zwei Eintrübungen im Glaskörper habe, da sehe ich immer kleine Punkte, die die Bewegungen des Auges mitmachen. Aber dass ich eigentlich gar nicht klar sehe, sondern es vor Eintrübungen und Schlieren nur so wimmelt - das war mir noch nicht bewusst!

Sympathisches Schneemann-Pärchen

Sympathisches Schneemann-Pärchen in der Nievenheimer Straße

Im Blücherpark war es relativ leer, nur ein paar Hundebesitzer, Schneefreunde und Eltern mit Kindern waren unterwegs. Es hat so einen Spaß gemacht, bis über den Knöchel im Schnee einzusinken und so durch die Schneewiesen zu stapfen! Wie unterschiedlich die Bäume und Sträucher aussehen, wie anders sich alle Geräusche anhören. Es war soooo schön! :-)

Dann habe ich noch einen Abstecher zum Baumarkt gemacht um auch für die Vögelchen was zu essen zu kaufen und bin mit dem Bus nach Hause gefahren. Nach einer Stunde im Schnee war ich tatsächlich redlich erschöpft!

Übrigens war ich nicht die einzige Begeisterte - heute morgen wurde ich gleich von anderen Kölnern vollgetwittert, die schon Schnee-Bilder vom frühen Morgen hochgeladen hatten und im Kölner-Stadt-Anzeiger-Blog haben sich auch diverse Leute recht launig über das ungewöhnliche Wetter ausgelassen - nicht immer schreibt man dort Schrott (nur meistens ;-)

Hier noch ein Bildchen:

Blücher Park als Wintermärchen

Blücher Park als Wintermärchen