Buffy mit Scheinwerfern

Posted in Media, TV, Web on Juni 5th, 2010 by Jaleh — Be the first to comment!

Eben fand ich einen interessanten Text darüber, dass Buffy the Vampire Slayer, eine meiner Lieblingsserien, wohl in nächster Zeit nicht auf BluRay erscheinen wird. Das ist mir relativ egal, weil ich sowieso keinen BluRay Player habe und die DVDs besitze und ganz bestimmt in den nächsten 10 Jahren nicht nochmal Geld ausgebe, um das selbe in BluRay zu kaufen.

Hier wartet der Schauspieler, der später in die Szene kommt, schon links im Bild

Hier wartet der Schauspieler, der später in die Szene kommt, schon links im Bild

Faszinierend fand ich aber, dass die Serie  ab Season 3 zwar für das damals noch übliche 4:3 Format gedreht wurde, aber auf Filmkameras im 35 mm Format (wie fürs Kino üblich), das entspricht in etwa dem heutigen 16:9-Fernseh-Format. Der Kameramann hatte dann auf dem Display eine Anzeige, was später im Fernsehen (4:3) zu sehen sein würde - wohl eine übliche Methode. Aber das volle Format wird auf iTunes und Netflix beim Streaming Video Service ausgestrahlt, was zur Folge hat, dass man Props wie Scheinwerfer oder auch mal einen Schauspieler, der dann später in die Szene kommt, sieht.

Bei einer Szene, in der Buffy unsichtbar ist und auf einer Computer-Tastatur tippt, sieht man in der Widescreen-Version, dass einfach Fädchen unter den Tasten befestigt sind, mit denen sie dann in der Szene bewegt werden. (Für Fans: Das ist die Folge, in der Buffy möglicherweise das Sorgerecht für Dawn verlieren soll und dann unsichtbar bei der Jugendamt-Mitarbeiterin auftaucht und Scherzchen mit ihr treibt - “Gone”.)

Für Fans ist das sicher zum zusätzlich Gucken ein Riesenspaß, aber das kann man doch so nicht senden, äh streamen!

Den ganzen Artikel und viele Fotos findet ihr unter:
http://www.quadruplez.com/2010/06/essay-why-buffy-may-never-be-blu/

Blogroll überarbeitet

Posted in Media, Web on März 9th, 2010 by Jaleh — Be the first to comment!

Ich habe mal meine Blogroll aufgeräumt. Einige Blogs, die nicht weitergeführt werden, habe ich entsorgt. Vor allem habe ich meine Lieblingsblogs, die ich regelmäßig lese, hinzugefügt.

Es ist schon toll, wie nah man sich manchen Bloggern fühlt, von denen man doch nur einen ganz kleinen Ausschnitt ihres Lebens kennt. Und auch welche netten Anregungen man manchmal bekommt. Z. B. besäße ich nicht den entzückenden kleinen R2D2, der seit einiger Zeit meinen Schreibtisch schmückt, wenn mich nicht Crosa von Facing my life darauf hingewiesen hätte, dass es den spottbillig im Happy Meal bei McDo gibt. Oder Schussel, deren Schwangerschaft und erstes Jahr mit ihrem Kind ich mitverfolgen durfte - und dabei viel erfahren habe, was ich nicht wusste, z. B., dass Babys schon sehr früh per Zeichensprache kommunizieren können - wenn sie noch nicht sprechen können, dafür gibt es spezielle Babyzeichen.

Jedenfalls bereichern einige Blogs mein Leben wirklich - das Internet ist was tolles! :-)

Hier nochmal einige Infos zu den neu hinzugefügten Blogs:

http://doppelpunktklammerzu.blog.de
Plapperlapap ist Erzieherin aus Berlin und erzählt etwas über ihren Job und ihre Sicht des Lebens

http://www.facing-my-life.de
Crosa lebt in Nürnberg und erzählt von seinen Ausflügen, kulturellen Veranstaltungen und präsentiert die Fotos, die er mit seiner Canon schießt

http://schussel.wordpress.com/
Eines meiner Lieblingsblogs, von einer jungen Mutter aus München, deren Erziehungsstil und Gedankengänge mir ausgesprochen gut gefallen

http://stadt-land-fluss.blogspot.com/
Eine Wienerin präsentiert Fotos und Anekdoten aus ihrem Leben

http://www.notizbuchblog.de/
Ich als Notizbuchfan habe hier meinen Meister gefunden

http://myyratohtori.wordpress.com/
Suomalainen Päiväkirja - Live aus Turku - Eine Deutsche in Finnland: Familie, Job und Natur - sehr schön zu lesen

Frühling!!

Posted in Fotos, Life, Love and Everything, Pflanzen on März 7th, 2010 by Jaleh — Be the first to comment!
Schneeglöckchen

Schneeglöckchen

Es ist nicht das erste Mal, dass ich hier im Blog begeistert den Frühling begrüße. Schon seit über einer Woche gucken überall Schneeglöckchen und Krokus aus der Erde und auch die kurze Schneephase kann den Blümchen nichts anhaben - die kennen das ja!

Ich freu mich jedenfalls sehr: Es ist schon schön lange hell, die Sonne scheint immer öfter, Blümchen blühen, Vögel singen - das reicht mir für Anfang März. :-)

Heute war ein ganz sonniger Sonntag, da traf ich viele viele Familien mit Kindern und Hunden im Park an, auch im Café saßen Leute draußen, da ist man ja hier in Köln hart im Nehmen.

Krokus

Krokus

Baustelle im Haus

Posted in Life, Love and Everything on Februar 14th, 2010 by Jaleh — Be the first to comment!
Hier geht's hinunter zum Keller, da ist die Wand (fast) fertig

Hier geht's hinunter zum Keller, da ist die Wand (fast) fertig

Im Köln-Blog habe ich ja schon erzählt, dass in unserem Stadtteil, Bilderstöckchen, der Renovierungsboom ausgebrochen ist. Das hat auch unsere Hausbesitzer nicht kaltgelassen. Im Spätherbst verschwanden im Hausflur einige Fußleisten und kurze Zeit später war vor der Haustür neuer Beton gegossen worden. Damit man nicht hineintrat, lagen dünne Bretter drüber. Nachts konnte man nichts sehen und so waren gleich am nächsten Tag Fußspuren im Beton. Tja.

Einige Tage später wurden ein neues, breites Brett drübergelegt. So liegt es heute noch da, mehrere Monate später. Der dazugehörige Sandhaufen wurde im Vorgarten mit Plastikfolie überdeckt. Und liegt heute noch unverändert da. Naja, eine Schicht Schnee bedeckt das Ganze…

Gegenüber an der Wand ist noch die Grundierung, darüber Markierungen

Gegenüber an der Wand ist noch die Grundierung, darüber Markierungen

Vor etlichen Wochen machte es dann im Hausflur Krach. Erst wurde der Flur mit merkwürdiger Farbe gestrichen. Diese stellte sich dann als Untergrund für Fliesen heraus. Sie wurden in einem irrwitzig langsamen Tempo an mehreren Vormittagen von zwei Handwerkern angebracht. Jedenfalls an zwei Wänden. Die restlichen Wände sind jetzt mit dem Voranstrich versehen und werden seit mindestens drei Wochen nicht mehr bearbeitet.

Vor drei Wochen erhielten wir einen Brief, dass an der Fassade gearbeitet würde. Zu diesem Zweck würde ein Gerüst an der Hauswand angebracht werden, jedenfalls bis zu den Badezimmerfenstern. Tatsächlich wurde das Gerüst an zwei Tagen aufgestellt. Dann arbeiteten mehrere Handwerker ein oder zwei Tage lang, brachten Steine und Dachziegel hinauf. Nun steht das Gerüst seit über einer Woche ohne Sinn. (Muss so ein Gerüst nicht tageweise bezahlt werden?)

Auf dem Gerüst wird auch nicht mehr gearbeitet

Auf dem Gerüst wird auch nicht mehr gearbeitet

Das sind alles keine Sachen, die sehr störend sind. Ob ich auf Stein oder Holz zur Eingangstür gehe, ist eigentlich egal. Das Gerüst steht nur vor den Badezimmerfenstern, alle andere sind frei, ist also nicht schlimm. Im Hausflur sah’s sowieso nicht so schön aus und die neuen Fliesen gefallen mir nicht wirklich, aber so ein Voranstrich und halbfertige Fliesen sind schon nicht soo dekorativ.

Ich frag mich nur, warum fängt man mit drei verschiedenen Arbeiten an und macht sie dann nicht fertig? An den kalten Temperaturen kann es eigentlich nicht liegen, denn bis auf den Beton hat man ja mitten im Winter mit allen anderen Handwerkereien begonnen. Sehr merkwürdig.

Stöckchen: Meistgelesene Bücher

Posted in Bücher, Media on Februar 9th, 2010 by Jaleh — Be the first to comment!

Ich habe ewig hier nicht mehr gebloggt und nu fang ich ausgerechnet mit einem Stöckchen an. Ach, warum auch nicht. Gefunden habe ich es in Kirstens Weblog. Es geht um die hundert liebsten Bücher der Deutschen und welche man davon selbst schon gelesen hat. Meine sind fett gedruckt. :-)

1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien
2. Die Bibel
3. Die Säulen der Erde, Ken Follett
4. Das Parfum, Patrick Süskind
5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry

6. Buddenbrooks, Thomas Mann
7. Der Medicus, Noah Gordon
8. Der Alchimist, Paulo Coelho
9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling
10. Die Päpstin, Donna W. Cross
11. Tintenherz, Cornelia Funke

12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon
13. Das Geisterhaus, Isabel Allende
14. Der Vorleser, Bernhard Schlink
15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe
16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón
17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen
18. Der Name der Rose, Umberto Eco
19. Illuminati, Dan Brown
20. Effi Briest, Theodor Fontane
21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling
22. Der Zauberberg, Thomas Mann
23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell
24. Siddharta, Hermann Hesse
25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch
26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende
27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn
28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt
29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse
30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley
31. Deutschstunde, Siegfried Lenz
32. Die Glut, Sándor Márai
33. Homo faber, Max Frisch
34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny
35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera
36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez
37. Owen Meany, John Irving
38. Sofies Welt, Jostein Gaarder
39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams
40. Die Wand, Marlen Haushofer
41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving
42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez
43. Der Stechlin, Theodor Fontane
44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse
45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee
46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann
47. Der Laden, Erwin Strittmatter
48. Die Blechtrommel, Günter Grass
49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque
50. Der Schwarm, Frank Schätzing
51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks
52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling
53. Momo, Michael Ende
54. Jahrestage, Uwe Johnson
55. Traumfänger, Marlo Morgan
56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger
57. Sakrileg, Dan Brown
58. Krabat, Otfried Preußler
59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren
60. Wüstenblume, Waris Dirie
61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro
62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson
63. Mittsommermord, Henning Mankell
64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell
65. Das Hotel New Hampshire, John Irving
66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi
67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse
68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher
69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling
70. Tagebuch, Anne Frank
71. Salz auf unserer Haut, Benoîte Groult
72. Jauche und Levkojen , Christine Brückner
73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen
74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann
75. Was ich liebte, Siri Hustvedt
76. Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers
77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé
78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt
79. Winnetou, Karl May
80. Désirée, Annemarie Selinko
81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig
82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving
83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë
84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern
85. 1984, George Orwell
86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy (dafür schäme ich mich sehr, ich wusste nicht, wie schrecklich das wird)
87. Paula, Isabel Allende
88. Solange du da bist, Marc Levy
89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johanns Mario Simmel
90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho
91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell
92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow
93. Schachnovelle, Stefan Zweig
94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski
95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi
96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski
97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas
98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel
99. Jane Eyre, Charlotte Brontë
100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood (schäm!)

Normandie-Fotos

Posted in Fotos on Juni 18th, 2009 by Jaleh — Be the first to comment!

Alle 307 Fotos aus der Normandie sind jetzt übrigens auch online, zu finden unter

http://jaleh.de/galerie

Am besten auf das erste klicken und sich dann von Foto zu Foto weiterbewegen.

Die Galerie ist übrigens mit einer Software namens jigl gemacht - ein Konsolenprogramm, das sich trotzdem ganz gut bedienen lässt. Am Theme habe ich dann noch ein bisschen herumgebastelt und auf den Foto-Seiten das Tabellen-Design durch modernere CSS-Gestaltung ersetzt.

Reise in die Normandie, Teil 3 - Port-en-Bessin, St-Honorine-de-Pertes und Arromanches

Posted in Reise on Juni 12th, 2009 by Jaleh — Be the first to comment!

Den mittleren und kühlsten Tag unseres Urlaubs verbrachten wir im Zoo bei Jurques, siehe hier:
http://zoo.blog-haus.net/2009/06/der-zoo-bei-jurques-in-der-normandie-frankreich/

Danach schien wieder die Sonne und wir besuchten die Örtchen in unserer Umgebung.

Port-en-Bessin ist ein kleiner Hafenort mit knapp 2000 Einwohnern. Hier herrscht schon touristisches Treiben: Es gibt Hotels, Restaurants und Geschäfte. Wir machten einen kleinen Spaziergang, indem wir am Tour Vauban vorbeistiegen, der 1694 als Beobachtungspunkt (gegen die Angriffe der Engländer) errichtet wurde. Hier hat man nicht nur einen wunderschönen Ausblick auf den Ort und den Hafen, sondern kann auf einer Hochebene oberhalb der Steilküste am Meer entlangspazieren, während Schmetterling und Vögel einem Gesellschaft leisten.

In St-Honorine-de-Pertes machten wir Halt, weil ich vom Auto aus so eine hübsche Dächerlandschaft entdeckte. Das Dörfchen ist mit 552 Einwohnern winzig, aber auch typisch für die Orte hier. Idyllischer kann es kaum sein und liegt fast direkt am Meer!

Arromanche ist kaum größer, aber touristisch sehr erschlossen. Hier entdeckten wir richtige Strandvillen. Auch hier gibt es ein Kriegsmuseum und man hat die hässlichen Betonklötze, die deutsche Soldaten einst im Meer versenkten, liegenlassen. Das Dorf hat eine richtige kleine Einkaufsstraße und alle Annehmlichkeiten, die sich ein Tourist wünscht.

Am letzten Abend machte ich noch einen Abschiedsspaziergang am Meer und möchte Euch auch davon einige Bilder zeigen.

Auf Wiedersehen, liebe Normandie, dieser Urlaub war wunderschön!

Reise in die Normandie, Teil 2 - Saint Lô, D-Day und Grandcamp-Maisy

Posted in Reise on Juni 1st, 2009 by Jaleh — Be the first to comment!
Notre Dame in Saint Lô

Notre Dame in Saint Lô

Nachdem wir zweimal in Bayeux waren, wollten wir auch mal etwas anderes kennenlernen. Obwohl wir im Reiseführer schon gelesen hatten, dass Saint Lô im zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört worden war und daher architektonisch nicht so interessant ist, brachen wir dorthin auf.

Unser Navigationsgerät entwickelte eine Begeisterung für die allerkleinsten Straßen, die es auch nicht komplett ablegte, als wir es auf “ökonomischste Route” einstellten. Für mich als Beifahrerin war es schön - ich konnte die ländliche Normandie in vollen Zügen genießen. Sal dagegen stand manchmal fast schon der Schweiß auf der Stirn! ;-)

Saint Lô war wirklich nicht übermäßig spannend - die Architektur wirkte für mich eher so, als sei sie nicht nach dem Krieg entstanden sondern davor. Interessant sind die übrig gebliebenen Burgmauern von denen man auf die umgebende Stadt schauen kann und die Kirche, die natürlich auch den Namen “Notre Dame” trägt. Sie wurde zu großen Teilen im zweiten Weltkrieg zerstört und danach als Mahnmal nicht wieder aufgebaut. Die Lücken wurden geschlossen, um die Funktionalität zu erhalten, aber ein Turm fehlt völlig und auch der andere ist nicht mehr komplett. Im Inneren der Kirche befindet sich eine kleine Fotoausstellung, die die Stadt vor, während und nach des Krieges zeigt.

Typisches Soldatendenkmal in Saint Lô

Typisches Soldatendenkmal in Saint Lô

Wo wir schon dabei sind - nirgendwo ist der zweite Weltkrieg so präsent wie in der Normandie. In allen Souvenir-Läden kann man Fähnchen der Franzosen, Briten, Amerikaner und Kanadier kaufen, Bücher und Broschüren über den D-Day, Figürchen von Soldaten und Fotos von Amerikanern, die von französischen Frauen willkommen geheißen werden. Überall im ganzen Landstrich befinden sich Kriegsmuseen, Freilichtmuseen, Friedhöfe, Statuen von Soldaten, Plakate für D-Day-Festivals und Flaggen ohne Ende. Alle Küsten, an denen Soldaten an Land waren oder gingen, sind belassen worden, wie sie waren: Man findet also überall Betonklötze im und am Meer, an denen deutsche Soldaten sich verbarrikadiert hatten.

Am Pointe du Hoc, den wir schließlich auch besuchten, befand sich zu Kriegszeiten eine deutsche Stellung. Hier wurden die Kriegsüberreste so belassen wie sie waren, durch ein Museum und einige Info-Tafeln ergänzt und mit riesigen Parkplätzen umgeben. Briten und Amerikaner reisen hier zu tausenden an - selbst jetzt in der Nebensaison waren sicherlich hunderte von Besuchern vor Ort. Sal bezeichnete das Spektakel nicht ohne Grund als eine Art Kriegs-Disney-Land, denn die Leute hüpften im Sonnenschein gutgelaunt in die Schützengräben und schienen wenig an die Schrecken des Krieges zu denken. Einige - da bin ich ganz sicher - träumten sich selbst in eine Kriegskulisse, die sie sich bestimmt wie ein Paintball-Spiel vorstellten.

Überreste deutscher Festungen am Pointe du Hoc

Überreste deutscher Festungen am Pointe du Hoc

Diese Lust am Ausschlachten des Krieges wird mir sicherlich als einzige negative Erinnerung an diesen Urlaub bleiben. Ich habe nichts gegen EIN Freilichtmuseum wie das am Pointe du Hoc - im Gegenteil, hier kann man sich gut vorstellen, wie deutsche Soldaten im normannischen Regen ausharrten und wie die Amerikaner sie schließlich an dieser unwegsamen Küste besiegten - aber dass wirklich jede kleine Erinnerung an diesen furchtbaren Krieg aufbewahrt wird, zigtausend Euros mit dem Verkauf von Kriegs-Souvenirs verdient wird und die Landschaft an so vielen Stellen von Überresten aus dem Krieg verschandelt wird - das kann ich nicht nachvollziehen.

Sehr viel schöner ist die Statue des Weltfriedens, die zum 60jährigen Jubiläum des D-Day, also des 6. Juni 1944, ganz in der Nähe am Rande des Fischerdorfs Grandcamp-Maisy errichtet wurde. Sie wurde vom Chinesen Yao Yuan erschaffen und ähnelt dem chinesischen Schriftzeichen für Frieden, aber auch dem “V” für “victory”. Sie strahlt im Sonnenlicht und ist mit ihrem engelsgleichen Aussehen ein sehr viel schöneres Symbol als die vielen Soldatenstatuen überall im Lande. Yao Yuan ist übrigens von Haus aus Komponist.

Statue für den Weltfrieden von Yao Yuan

Statue für den Weltfrieden von Yao Yuan

Reise in die Normandie, Teil 1 - Belambra Club und Bayeux

Posted in Reise on Mai 30th, 2009 by Jaleh — Be the first to comment!
Ferienanlage Belambra - das Hauptgebäude

Ferienanlage Belambra - das Hauptgebäude

Grün ist sie vor allem, die Normandie. Bis kurz vor der Küste ahnt man nicht, dass das Meer nah ist. Felder, Wiesen - alle nicht besonders groß und immer von Bäumen und Sträuchern eingerahmt. Kleinere Straßen liegen oft unterhalb der umgebenden Landschaft und man fährt durch kleine Schluchten, rechts und links erst ein kleiner begrünter Wall und darauf Bäume. Die Örtchen könnten oft ebenso gut in der Bretagne oder anderswo in Frankreich sein - heller Stein, blaue oder grüne Fensterläden, überall Blumenkästen und Geranientöpfe.

Für sagenhafte 131 EUR haben wir (mit speziellem TravelZoo-Rabatt) eine Woche lang ein Ferienhäuschen in einer kleinen Anlage direkt am Meer ergattern können. Am 23. Mai 2009 fuhren wir los und erreichten abends das Resort Belambra - eine Kette, die in Frankreich und anderen Ländern Ferienparks betreibt. Die Häuschen sind kleine Bungalows in der Architektur der 60er Jahre - nicht besonders hübsch, aber wundervoll gelegen, an einer der wenigen Stellen, an der ein Tal bis zum Meer reicht. Meistens herrscht hier die Steilküste vor. Inmitten großer Kiefern und anderer Bäume liegen die Häuschen, die vor kurzem alle renoviert wurden. In unser Häuschen würden keinesfalls mehr als zwei (kleine) Menschen hinein passen, dazu sind Küche und Bad viel zu eng - stark übergewichtige Menschen würden mit der engen Toilette bereits Probleme haben. Wir aber sind glücklich - der Wohn-Schlafbereich reicht uns aus und genug Stauraum im Schrank ist auch vorhanden. Die Küche ist sogar mit einer kleinen Spülmaschine ausgestattet. Einen Ofen gibt es nicht, aber zwei Ceran-Kochfelder und eine Mikrowelle mit Grillfunktion. Eine kleine Terrasse und Gartenmöbel gehören ebenfalls zum Haus. Um das Bett herum ist es etwas eng und der im Prospekt stolz angekündigte Flachbildfernseher ist so angebracht, dass man im Bett liegend kaum etwas sieht - der Winkel ist ungünstig. Das ist aber halb so schlimm, denn neben sechs französischen Programmen ist nur noch das ZDF und Eurosport in deutscher Sprache zu empfangen, das schmälert das Fernsehvergnügen etwas. ;-)

Bayeux: Die Aure mit der Kathedrale im Hintergrund

Bayeux: Die Aure mit der Kathedrale im Hintergrund

Unsere ersten Ausflüge führen uns ins nahegelegene Bayeux. Wir selbst wohnen außerhalb des kleinen Ortes Colleville sur Mer und nach Bayeux sind es knapp 20 Kilometer. Eine neue Nationalstraße führt hin, so dass die uralte Stadt schnell erreicht ist. Allerdings haben wir Probleme mit Navina, unserem Navigationsgerät. In Deutschland kennt sie sich bestens aus, aber ihr französisches Kartenmaterial scheint deutlich veraltet. Manchmal kann man ihr das nicht übelnehmen, einzelne Kreisel und Straßenstücke sind ganz offensichtlich gerade erst gebaut oder noch nicht ganz fertiggestellt. An anderen Stellen ist es einfach nur nervig, wenn sie uns mitten auf der Nationalstraße anweist, in 100 Metern abzubiegen, dort aber wirklich gar keine Abfahrt ist. Zudem redet sie besonderen Unsinn und besonders viel, wenn gerade etwas nicht funktioniert und das macht mich ganz schön nervös.

Aber nun zu Bayeux, sprich Bajöö, von den Engländern, die hier zu Hauf unterwegs sind, auch “Beyjuuh” genannt. Es ist die Hauptstadt von Le Bessin, der Region im Nordwesten von Calvados. Sie existierte schon zur Römerzeit und wurde im Jahr 360 Bischofssitz (und blieb es bis heute). Besonders stolz ist Bayeux auf seinen berühmten Teppich, dessen Motive alle Art von Souvenirs zieren. Er ist in einem wunderschönen Museum zu besichtigen. Vermutlich wurde er im Jahr 1077 zur Eröffnung der Kathedrale im Chor aufgehängt. Er ist immerhin 70 Meter lang und zeigt 58 Szenen einer Bildgeschichte.

Das Museum des Teppichs von Bayeux

Das Museum des Teppichs von Bayeux

Die Kathedrale, die wie die meisten französischen Kirchen den Namen Notre Dame trägt, ist von überall aus der Umgebung zu sehen. Der ursprüngliche Bau von 1077 brannte mehrmals teilweise ab und wurde 1479 endgültig vollendet. In Bayeux ist im zweiten Weltkrieg fast nichts zerstört worden und so ist fast jeder einzelne Straßenzug sehenswert. Besonders hübsch ist die Alte Mühle in unmittelbarer Nähe der Kathedrale - dort ist ein schönes Restaurant, in dem es den besten Cidre gibt, den ich bisher getrunken haben und die Galettes (Buchweizen-Crêpes) sind ebenfalls köstlich und reich belegt.

Am Flüßchen Aure sollte man entlang gehen, denn dort liegt die Touristen-Information in einem alten Fachwerkhaus aus dem 14 Jahrhundert und ein blumenbepflanzter Spazierweg führt aus der Innenstadt heraus. Die Geschäftsstraßen sind ebenfalls sehr hübsch - Läden aller Art machen deutlich, dass die Franzosen in Sachen Mode doch die Nase vorn haben, ohne dass die Kleidung dabei überteuert wäre. Allerorts können sich Touristen mit Souvenirs eindecken: Da sind einerseits die Nahrungsmittel aus der Region wie Cidre, Calvados, Karamell und zartes Buttergebäck, andererseits witzige T-Shirts und Postkarten, die sich über die Normandie lustig machen. Außerdem Kochbücher, Kriegsfiguren (dazu komme ich später), Spitzen und allerhand anderer Schnickschnack.

Innenhof eines kleinen Hotels in Bayeux

Innenhof eines kleinen Hotels in Bayeux

Um die Stadt herum führt eine Ringstraße, an der alle möglichen großen Geschäfte zu finden sind: Supermärkte, Baumärkte, von denen es hier noch viel mehr als in Deutschland gibt, Autohändler usw. Hier decken wir uns bei Aldi Marché und Carrefour ein. Der Aldi - ein Ableger des deutschen Aldi Nord - sieht exakt aus wie deutsche Aldis, allerdings werden hier nur französische Produkte vertrieben (während im ebenfalls vorhandenen Lidl der gleiche Ramsch zu finden ist wie in Deutschland). Viele sind von ebenso hoher Qualität wie in Deutschland - der Käse ist absolut köstlich und Camenbert-artige Käse erhält man hier auch im richtigen Reifegrad, nicht deutsch-knall-hart. Außerdem kauften wir köstliche Taboulée, einen überall erhältlichen Couscous-Salat, sehr leckere Frühstückskekse und mittelmäßigen Cidre. Meistens jedoch kaufen wir in der französischen Supermarkt-Kette Carrefour ein. Da wir tagsüber unterwegs warm zu Mittag essen, gibt es abends meist Salat, Brot und Käse. Und natürlich leckere Desserts: cremige Zitronenjoghurts, Karamell-Reispudding, Zitronentarte, Maronencreme und Pistaziencreme.

Schließlich sei noch eine normannische Spezialität erwähnt, die Androuillette heißt und eine Art Wurst ist, die mit allerhand Fleischresten gefüllt ist - Schweinemagen ist auch mit dabei. Tapfer wie wir sind haben wir das auch in einem Restaurant probiert und es war nicht unser Fall. Es schmeckt sehr stark nach Innereien und riecht auch eher unangenehm. Dabei wurde es in einer sehr leckeren Senfsauce serviert. Nunja…

Damit endet Teil 1 meines Reiseberichts. :-)

Demo gegen Pro Köln - mal wieder

Posted in Fotos, Life, Love and Everything on Mai 9th, 2009 by Jaleh — Be the first to comment!

Eigentlich kannten wir das ja alles schon. Erst im letzten September (2008) waren “Pro Köln”, eine rechtsextreme Partei, unterwegs, um mit ausländischen Gästen ähnlicher Gesinnung Politik zu machen, oder was sie dafür halten. Nachdem Hotels, Restaurants und andere Firmen sie nicht haben wollten, waren sie schließlich auf einem Ausflugsboot stundenlang auf dem Rhein herumgegondelt, weil zu viele möglicherweise gewaltbereite Demonstranten am Ufer auf sie warteten. Ihre Kundgebung fand schließlich auf dem Heumarkt mit lächerlich wenig Anhängern statt, während tausende auf dem Roncalli-Platz gegen sie demonstrierten. Siehe auch hier:
http://allesueberkoeln.de/2008/09/no-go-fuer-nazis-in-koeln/

Auch in diesem Jahr zog Pro Köln wieder los, allerdings ohne geladene Gäste aus dem Ausland, und wieder mobilisierte Köln Menschen aller Couleur: Moslems, Normalos (wie ich), Linke, Alternative, Grüne, die FDP war auch dabei und viele andere (siehe Fotos). Ach ja, es waren ca. 150 Pro-Köln-Anhänger da und etwa 4.000 Demonstranten gegen sie. Wieder sprach OB Schramma (der gegen Rechts wirklich wirklich gut und volksnah reden kann) und Jürgen Becker gab ein nettes kleines Kabarett-Progamm von sich, das Schramma-kritisch, Christen-kritisch, Juden-kritisch und Muslim-kritisch war. :-)

Danach zogen wir über die Deutzer Brücke zum LVR-Turm. Dort hip-hopte eine recht schreckliche Band namens La Resistance ordentliche politische Texte passend zur Situation.

Alles verlief weitgehend friedlich. Wir gingen gegen Mittag wieder auf unsere Rheinseite zurück und freuten uns, dass Pro Köln immer Tage mit so schönem Wetter wählt, da macht das Demonstrieren gegen sie wenigstens Spaß! :-)